Missbrauch

Fachtagungen "Wenn der Wind der Veränderung weht ..."

Unter dieser Überschrift laden das Präventionsnetzwerk und die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart gemeinsam nach Stuttgart-Hohenheim ein, um die Herausforderungen zu beleuchten, vor die der sexuelle Missbrauch die Kirche stellt, und um diejenigen zu vernetzen, die für die Prävention arbeiten.
1. Juli 2019 Öffentliche Fachtagung (direkt zur Anmeldung)
2. Juli 2019 Erstes "Diözesanes Präventionsforum" für alle Präventionsakteure und -akteurinnen in Dekanaten, Kirchengemeinden und Einrichtungen (Anmeldung bis 24. Juni)

Kunstinstallation Ecce Homo

Eine eindrückliche Kunstinstallation zum Missbrauch in der Kirche hat Diözesanrat Bernhard Göser geschaffen. Er setzt das Leid der Missbrauchsopfer und die Brutalität der Taten in beziehung zur Passion Jesu. Dem Lehrer und Künstler Göser ist es ein Anliegen, dem Entsetzen und Leiden einen sichtbaren Ausdruck zu geben, der Raum für einen persönlichen Zugang lässt. Mehr

Zwei Chefredakteure zum Thema

Die Chefredakteure der Schwäbischen Zeitung und der Südwest Presse, Hendrik Groth und Ulrich Becker, sehen die römisch-katholische Kirche am Scheideweg. Beiden sind bekennende Katholiken und erklären im Gespräch, was sie am Umgang mit dem Missbrauchsskandal kritisieren, was sie gerade wütend macht, was die Kirche retten könnte und warum die Gesellschaft eine starke, glaubwürdige Kirche bräuchte. Zum Audio-Podcast

Interview

Wie kümmert sich die Kirche um Priester, die zu Unrecht des Missbrauchs beschuldigt werden? Werden sie seelsorglich betreut? Können sie weiterarbeiten wie vorher? Das wollte das Internetportal katholisch.de vom Sprecher des Priesterrats der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Paul Magino, wissen.
Zum Interview "Missbrauch. Wenn Priester zu Unrecht beschuldigt werden"

Gipfel im Vatikan

Für mehr Unabhängigkeit in der Beurteilung von Missbrauchsvorwürfen setzt sich Bischof Gebhard Fürst in  einem Schreiben an die pastoralen Dienste in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein. In der diözesanen Kommission sexueller Missbrauch sollen künftig nur noch ehrenamtliche Mitglieder stimmberechtigt sein. Außerdem unterstützt Bischof Fürst die Einrichtung eines bundesweiten Kirchengerichts.

Rede von Papst Franziskus zum Abschluss der Konferenz im Vatikan (Radio Vatican)

Den Tatsachen ins Auge sehen

Die Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz ist veröffentlicht. Sie beschreibt den Forschungsansatz, die Forschungsergebnisse sowie Empfehlungen der Forscher und nimmt auch die Prävention in den Blick. Einen Überblick gibt die 15-seitige Kurzfassung der Studie, vertiefte EInblicke der 366-seitige Forschungsbericht. In allen Diözesen alles Menschenmögliche tun, damit kirchliche Einrichtungen zum missbrauchsfreien Raum werden und das auch bleiben, Defizite beim Umgang mit Opfern erkennen und beheben, die Dunkelziffer nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern weiter nach Missbrauchsfällen forschen, die Machtgefälle in der Kirche aufbrechen - diese Forderungen wurden in der Diözesanratssitzung nach Veröffentlichung der Studie laut. Ende März setzt die 120-köpfige Katholikenvertretung ihre Beratungen fort.
Informationen der Deutschen Bischofskonferenz 
Stellungnahmen der Diözesanleitung

Missbrauch vorbeugen

Um Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen zu verhindern, braucht es Schutzkonzepte, aufgeklärte und aufmerksame Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und eine entschiedene Leitung. Die Stabstelle Prävention, Kinder- und Jugendschutz im Bischöflichen Ordinariat
• berät bei der Entwicklung und Umsetzung institutioneller Schutzkonzepte
• vernetzt Präventionsarbeiter und -Arbeiterinnen
• bildet Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fort
• sensibilisiert 

Sexuelle Belästigung

"Was macht es so schwer, über Sexismus, Missbrauch und Nötigung zu sprechen?" - Die SWR2-Sendung "Das größte Rudel der Welt" hilft die Mechanismen sexueller Belästigung und Gewalt verstehen.
Sendung anhören  Manuskript

Hinschauen

"Den Opfern gehört unsere Achtung für den Mut, diese schmerzhaften und belastenden Erfahrungen öffentlich zu machen. Ihnen gehört auch unsere tief empfundene Anteilnahme für das Leid, das ihnen zugefügt wurde und das ihr ganzes Leben beeinflusst", heißt es in einer öffentlichen Erklärung des Diözesanrats aus dem Jahr 2010. Der Diözesanrat setzt sich dafür ein,"sich den Opfern einfühlsam zuzuwenden, sie in der Aufklärung der Missbrauchsfälle tatkräftig zu unterstützen und ihnen zu helfen, mit dem, was ihnen angetan wurde, leben zu können". Gleichzeitig fordert er die konsequente Ahndung von Missbrauchsfällen.
Erklärung zu den 2010 bekannt gewordenen Missbrauchsfällen

Missbrauch? - Was tun?

Wohin können Opfer, Zeugen und Personen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, wenden?
Hilfe bei Missbrauch
Hinweise: Was tun im Verdachts- oder Missbrauchsfall?
Anlaufstellen für Opfer, Zeugen und im Fall eines Verdachts

Seit dem Jahr 2000 gibt es in der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine unabhängige "Kommission sexueller Missbrauch". Sie untersucht Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs in kirchlichen Einrichtungen.
Kommission sexueller Missbrauch

Menschen, die minderjährig von Kirchenvertretern sexuell missbraucht worden sind, können sogenannte "materielle Leistungen in Anerkennung des Leids" beantragen.
Informationen und Antragsformulare

Weitere Informationen und Hilfestellungen