Soziale Gerechtigkeit

Angemessenen Wohnraum zu haben gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen und aktuell zu den großen Herausforderungen gesellschaftlichen Zusammenhalts gerade hier im Südwesten. Deshalb hat der Diözesanrat entschieden, Initiativen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums finanziell zu fördern. Dafür hat er einen Förderfonds „Bezahlbarer Wohnraum“ mit knapp 11 Millionen Euro ausgestattet. Die Mittelvergabe erfolgt in mehreren Abschnitten. Im Jahr 2019 können Anträge jeweils bis zu folgenden Fristen eingereicht werden: 10. Mai • 8. Juli • 21. Oktober • 22. November.
Alle wichtigen Informationen können Sie nachlesen in den Richtlinien Förderfonds Bezahlbarer Wohnraum.
Weitere Auskunft erhalten Sie über diese Mailadresse.

Der Fonds Bezahlbarer Wohnraum fördert zwei Bereiche:

Die Projektförderung „Kirchliche Wohnrauminitiative“ fördert den Aufbau von Strukturen und Netzwerken mit dem Ziel, bestehenden Wohnraum oder andere geeignete Räumlichkeiten in bezahlbaren Wohnraum umzuwandeln. Antragsberechtigt sind katholische Träger, die in einem Netzwerk in diesem Sinne aktiv sind.
Fördervolumen: 5 Mio. Euro • Förderzeitraum: 2019 – 2023
Antragsformular (Zum Ausfüllen am PC bitte zuerst auf Ihrem PC abspeichern, dann die gespeicherte Datei öffnen und ausfüllen.)

Die Individualförderung fördert in Zusammenarbeit mit der Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau bezahlbares Wohnen durch die Bezuschussung von Mietwohnraum und die Förderung der Wohneigentumsbildung für Menschen mit unterdurchschnittlichem Einkommen. Antragsberechtigt sind Paare und Alleinerziehende, in deren Haushalt mindestens ein Kind unter 18 Jahren mitlebt.
Fördervolumen: 4,25 Mio. Euro • Förderzeitraum: 2019 – 2023

Mit gutem Beispiel voran: Selbst Menschen mit einem geregelten Einkommen haben es auf dem Wohnungsmarkt schwer. Menschen, die in einer schwierigen Lebenssituation sind, haben kaum Chancen auf angemessenen Wohnraum. Aufgrund dessen haben sich die Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz sowie das Katholische Dekanat Ludwigsburg entschlossen, die Aktion TürÖffner ins Leben zu rufen.
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Bündnis gegen Armut im Alter

Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart beteiligt sich am „Bündnis gegen Altersarmut Baden-Württemberg“, das am 3. April in Stuttgart ins Leben gerufen wurde. 31 Organisationen, Verbände und Gewerkschaften aus Baden-Württemberg haben sich darin zusammengeschlossen, um für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik einzutreten. Die Bündnispartner eint die Sorge, dass in weniger als 15 Jahren Millionen Rentner_innen auf Sozialhilfe angewiesen sein werden, wenn nicht heute gegengesteuert wird: "Die gesetzliche Rente soll wieder die Wahrung des Lebensstandrads im Alter ermöglichen."

Arm durch Pflege?

Keine Aufstiegschancen, 1084 Euro Rente nach 40 Jahren Arbeit, hohe Erkrankungsquote wegen hoher Belastung - die Perspektiven für Pflegekräfte sind bedrückend, auch in Baden-Württemberg, wo die Löhne mit einem Jahresbrutto von 40.600 Euro vergleichsweise "hoch" sind. Darauf hat ein Fachtag des Bündnisses gegen Altersarmut aufmerksam gemacht.
Bericht der Tageszeitung junge welt