Soziale Gerechtigkeit

Angemessenen Wohnraum zu haben gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen und aktuell zu den großen Herausforderungen gesellschaftlichen Zusammenhalts gerade hier im Südwesten. Deshalb hat der Diözesanrat entschieden, Initiativen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums finanziell zu fördern. Dafür hat er einen Förderfonds „Bezahlbarer Wohnraum“ mit knapp 11 Millionen Euro ausgestattet. Die Mittelvergabe erfolgt in mehreren Abschnitten. In der nächsten Zeit können Anträge jeweils bis zu den folgenden Fristen eingereicht werden: 31. Dezember 2019 • 31. Januar 2020 • 31. März 2020.

Alle wichtigen Informationen können Sie nachlesen in den Richtlinien Förderfonds Bezahlbarer Wohnraum.
Weitere Auskunft erhalten Sie über diese Mailadresse.

Der Fonds Bezahlbarer Wohnraum fördert zwei Bereiche:

Die Projektförderung „Kirchliche Wohnrauminitiative“ fördert den Aufbau von Strukturen und Netzwerken mit dem Ziel, bestehenden Wohnraum oder andere geeignete Räumlichkeiten in bezahlbaren Wohnraum umzuwandeln. Antragsberechtigt sind katholische Träger, die in einem Netzwerk in diesem Sinne aktiv sind.
Fördervolumen: 5 Mio. € • Förderzeitraum: 2019-2023
Antragsformular(Zum Ausfüllen am PC bitte zuerst abspeichern und dann die gespeicherte Datei öffnen und ausfüllen.)

Die Individualförderung fördert in Zusammenarbeit mit der Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau bezahlbares Wohnen durch die Bezuschussung von Mietwohnraum und die Förderung der Wohneigentumsbildung für Menschen mit unterdurchschnittlichem Einkommen. Antragsberechtigt sind Paare und Alleinerziehende, in deren Haushalt mindestens ein Kind unter 18 Jahren mitlebt.
Fördervolumen: 4,25 Mio. € • Förderzeitraum: 2019-2023
Datenschutzinformation zur Individualförderung

Mit gutem Beispiel voran: Selbst Menschen mit einem geregelten Einkommen haben es auf dem Wohnungsmarkt schwer. Menschen, die in einer schwierigen Lebenssituation sind, haben kaum Chancen auf angemessenen Wohnraum. Aufgrund dessen haben sich die Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz sowie das Katholische Dekanat Ludwigsburg entschlossen, die Aktion TürÖffner ins Leben zu rufen.
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Bündnis gegen Armut im Alter

Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart beteiligt sich am Bündnis gegen Altersarmut Baden-Württemberg. Über 30 Organisationen, Verbände und Gewerkschaften aus Baden-Württemberg haben sich darin zusammengeschlossen, um für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik einzutreten. Die Bündnispartner eint die Sorge, dass in weniger als 15 Jahren Millionen Rentner_innen auf Sozialhilfe angewiesen sein werden, wenn nicht heute gegengesteuert wird: "Die gesetzliche Rente soll wieder die Wahrung des Lebensstandrads im Alter ermöglichen."

Eine zügige Verabschiedung der Grundrente fordert das Bündnis in 2020 in einem offenen Brief an den Deutschen Bundestag. Es sei wichtig - gerade auch im Hinblick auf den aktuellen Diskurs der Coronakrise - "den jetzt beklatschten Heldinnen des Alltags in der Krise auch bei der Rente ihre großartigen Leistungen anzuerkennen." Und das Bündnis findet Gehör: Der offene Brief wurde explizit bei der Sitzung des Deutschen Bundestags am 15. Mai 2020 aufgegriffen. (Passage rund um Minute 01:09:00)

Arm durch Pflege?

Keine Aufstiegschancen, 1084 Euro Rente nach 40 Jahren Arbeit, hohe Erkrankungsquote wegen hoher Belastung - die Perspektiven für Pflegekräfte sind bedrückend, auch in Baden-Württemberg, wo die Löhne mit einem Jahresbrutto von 40.600 Euro vergleichsweise "hoch" sind. Darauf hat ein Fachtag des Bündnisses gegen Altersarmut aufmerksam gemacht.
Bericht der Tageszeitung junge welt