Eine Welt

Frieden geht! Lust mitzugehen?

Am 21. Mai 2018 startet in Oberndorf am Neckar ein Staffellauf gegen Rüstungsexporte Richtung Berlin. Auch Sie können mitjoggen oder mitgehen und so ein Zeichen setzen für die Überzeugung, dass mit weniger Waffen eine friedliche Welt leichter machbar ist!

Deutschland ist keine Friedensnation, solange es der drittgrößte Kleinwaffen- und der fünftgrößte Großwaffenexporteur weltweit ist. "Wenn ihr Waffen macht, macht ihr Krieg! Change your industry!", antwortete der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. Sako auf die Frage, was Europa tun könne, außer Flüchtlinge aufzunehmen. Aus Rüstungsindustrie muss zivile Industrie werden, so sein eindringlicher Appell.

Appellieren auch Sie an die Bundesregierung - melden Sie sich zum Staffellauf "Frieden geht!" an!

Agenda 2030

"Wir müssen das Bewusstsein für unsere weltweite Verantwortung wachhalten und immer wieder schärfen", mahnte die Vorsitzende des Diözesanausschusses Eine Welt, Brigitte Willbold-Mulach - zurecht, wie Gertrud Casel, Geschäftsführerin der Deutschen Kommission Justitia et Pax, in einem Gastreferat beim Diözesanrat aufzeigte.

Während die Hilfen für die verheerende Hungerkatastrophe in Ostafrika deutlich unterfinanziert seien, werde gleichzeitig ein Vielfaches „in eine neue Runde Wettrüsten“ investiert, so Casel. „Ich fürchte, wir rutschen da wieder in einen mörderischen Widerspruch hinein, und dies ohne jegliche öffentliche Aufmerksamkeit“, sagte die Entwicklungsexpertin. 

Die Kirche mit ihren vielfältigen Verbreitungs- und Umsetzungsmöglichkeiten könne viel dazu beitragen, die 17 Ziele der UN-Agenda 2030 bekannt zu machen. Allerdings sei die Glaubwürdigkeit des Einsatzes für nachhaltiges Wirtschaften und Leben „abhängig von der Umsetzung in kirchlichen Einrichtungen und Verwaltungen selbst“. Alle Einrichtungen, jeder Arbeitsbereich, aber auch jedes Kirchenmitglied sei mitverantwortlich, dass lokale und globale Nachhaltigkeit zur Routine wird, ermunterte Dieter Schmid, Vorsitzender des Ausschusses Nachhaltige Entwicklung.

Bündnispartnerschaften

Gemeinschaft macht stark. Gemeinsam können gesellschaftliche Kräfte, die sich für eine bessere Welt einsetzen, mehr erreichen. Deshalb ist der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart Mitglied in Bündnissen:

Aktionsbündnis gegen AIDS "Leben ist Menschenrecht"
setzt sich dafür ein, dass Menschen in allen Ländern Zugang zu HIV-Prävention und zur notwendigen Versorgung bei einer Erkrankung erhalten, und dass Deutschland einen angemessenen Beitrag für die globale Bewältigung von HIV und Aids leistet.

Aktion Aufschrei "Stoppt den Waffenhandel!"
strebt einen generellen Stopp deutscher Rüstungsexporte an und setzt sich für eine demokratische Kontrolle und für Transparenz im Waffenhandel ein.

erlassjahr.de "Entwicklung braucht Entschuldung" 
setzt sich für einen fairen Umgang mit verschuldeten Staaten und für ein internationales Insolvenzverfahren ein.