Demokratie

70 Jahre GG - Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

70 Jahre Grundgesetz bejubeln, bedenken, gemeinsam feiern - dazu sind alle Bürger und Bürgerinnen am 23. Mai um 12 Uhr zu einer gemeinsamen Mittagspause auf den Stuttgarter Schlossplatz sowie in Aalen, Friedrichshafen, Heilbronn und Ravensburg eingeladen. Die Initiative "Farbe bekennen für Demokratie", der rund 40 Institutionen angehören - darunter die Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg und die Evangelische Landeskirche in Württemberg -, sorgt für ein fröhlich-unterhaltsames und inhaltsstarkes Programm. In Stuttgart tretem das Musik-Duo „Zwiepack“ und der Poetry Slammer Sulaiman Masomi auf. Vier Persönlichkeiten aus Gewerkschaft, Journalismus und Pflege berichten von persönlichen Erfahrungen und Berührungspunkten mit dem Grundgesetz. An Infoständen geben u. a. die Initiative „Bock auf Wahl“ und der „Komunat“ von „Unsere Zukunft“ Anregungen zum politischen Denken. Das Sportmobil des Württembergischen Landessportbund e.V. bietet Mitmach-Angebote für Kinder und Jugendliche. Ebenfalls vor Ort ist das „Demokratie-Mobil“mit Information und Diskussion über Demokratie und Grundrechte. Der 23. Mai ist der Höhepunkt der Initiative „Farbe bekennen für Demokratie!“ (fb)

Demokratie! Handle with care!

"Die Nachfolge Jesu bedeutet mehr, als sich um 'die letzten Dinge' zu kümmern" titelt einer der Beiträge zum Thema Demokratie in der neuen Ausgabe des Magazins neue gespräche von der Arbeitsgemeinschaft für Familienbildung e. V. "Demokratie! Handle with care!". Dass Demokratie nicht vom Himmel fällt, wie man sie lernt, was Christen und Christinnen für sie tun können, darum dreht sich das Schwerpunktthema.

Demokratie auf Tour(en bringen)

Mit einem speziell ausgestatteten Wohnmobil bringt die Diözese Rottenburg-Stuttgart Demokratie ins Land: Ein Team der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft stellt einen mobilen Gesprächsort bereit, der Impulse und Materialien anbietet und zu kleinen Events einlädt. Bis zum 20. Januar steht das Demokratiemobil auf der Touristikmesse CMT in Stuttgart, danach tourt es durch die Diözese, kann eingeladen und für eigene Veranstaltungen genutzt werden. Mehr Informationen Mitmachen
Save the date: Am 23. Mai 2019 feiert das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 70. Geburtstag, dann wird es an verschiedenen Orten kreative Treffen geben.

Demokratie lebt von Debatten

Der Diözesanrat setzt sich gemeinsam mit vielen anderen gesellschaftlichen Kräften für eine demokratische, freiheitliche Gesellschaft ein. Um die Kultur einer fairen und offenen Auseinandersetzung zu unterstützen bietet er im Internetauftritt "Farbe bekennen" gemeinsam mit der Hauptabteilung "Kirche und Gesellschaft" Diskussionstipps, Denkanstöße und Veranstaltungskonzepte an.

Gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und Spaltung

Katholiken setzen sich ein für Demokratie und Freiheit. In ihren Gemeinden, Verbänden und Einrichtungen sollen sie entschieden Widerstand leisten "gegen alle Versuche, nationalistisches Gedankengut in unserem Land wieder salonfähig zu machen." Hetze und Hass dürfen keinen Raum finden in Kirche und Gesellschaft. Das hat der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart in einer öffentlichen Erklärung klargestellt. „Wir wollen auch in Zukunft in einer weltoffenen Gesellschaft leben, in der die Würde und Freiheit eines jeden Menschen gemäß der europäischen Menschenrechts-konvention gewahrt, Teilhabe ermöglicht, für Bedürftige gesorgt und die Regeln von Demokratie und Rechtsstaat beachtet werden“, heißt es in der Erklärung. Der Diözesanrat ruft alle Kirchenmitglieder auf, „christliche Werte und die christliche Weltverantwortung mutig und öffentlich einzubringen, im gesellschaftlichen Diskurs ebenso wie im innerkirchlichen Dialog und in unseren Gottesdiensten.“

Gläubig und rechts?

Die Radiosendung "Befehlsempfänger Gottes. Ein Feature über evangelikalen Einfluss auf Kirche und Politik" geht den Zusammenhängen religiöser und politischer Haltungen nach. neben vielen Vertretern und Vertreterinnen evangelikalter Glaubensgemeinschaften kommt auch Theologin Sonja Strube zu Wort, die zu rechten Tendenzen in christlichen Milieus forscht und in den zurückliegnden zwei Semestern eine Gastdozentur an der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen innehatte. Die Sendung steht zum Nachhören und Nachlesen bei SWR2 online.

Demokratie und Kirche

Wie steht die Kirche zu staatlicher Demokratie? 100 Jahre nach der Novemberrevolution 1918 lohnt sich ein Blick ins Archiv. Ein konstruktiv-kritisches Verhältnis empfahl der damalige Weihbischof ›Joannes Baptista Sproll. Der stellvertretende Leiter des ›Diözesanarchivs, Herbert Aderbauer, hat dies in einer kleinen Ausstellung im Bischöflichen Ordinariat dokumentiert.

Demokratie ist Grundlage für Wohlstand

"Ich glaube an eine Vision von Gleichheit und Gerechtigkeit und multi-ethnischer Demokratie, die auf der Prämisse beruht, dass alle Menschen gleich geschaffen und von unserem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind. Und ich glaube, dass eine auf diesen Grundsätzen basierende Welt möglich ist und dass eine solche Welt zu mehr Frieden und mehr Zusammenarbeit im Streben nach Gemeinwohl führt. Daran glaube ich."
Rede Barack Obamas zum 100. Geburtstag Nelson Mandelas vom 19.07.2018 - Auszüge
Wortlaut der Rede in englischer Sprache (CNN)