Diese Hilfe ist so wichtig und bedeutsam für uns: Sie hat eine tiefe spirituelle Bedeutung. Unabhängig von der materiellen Hilfe ist sie ein Zeichen der Solidarität, mehr noch: sie steht für eine bessere Zukunft.

Abba Zemede Ashebo, Äthiopien

Als "brüderliche Nachbarschaftshilfe" bezeichnete 1972 Generalvikar Eberhard Mühlbacher die Aktion PRIM. Heute betet Pfarrer John Waweru aus der Diözese Rumbek im Südsudan für die schwäbischen Mitbrüder und weitet den Blick für die religiöse Dimension der Aktion PRIM: „Möge der gütige Herr weiterhin jede Anstrengung segnen, die Sie in Ihrem Leben und für die Entstehung des Reiches Gottes hier auf Erden unternehmen.“

Persönliche Begegnungen zwischen den deutschen und den afrikanischen Mitbrüdern stärken die Verbundenheit. Unsichtbar bleiben die (meisten) Gebete, die in beiden Ländern für die Mitbrüder gesprochen werden. Liest man die Protokolle des Priesterrats Anfang der 1970er Jahre, spürt man förmlich, wie hartnäckig der hiesige Klerus daran festhielt, die Mitbrüder in den ärmsten Ländern direkt und auf Augenhöhe zu unterstützen. Wachsam lehnte er ab, was nach „Investitionen in Renditeprojekte“ aussieht, und diskutiert, welche internationalen Bewertungen einbezogen werden könnten, um die richtigen Förderländer auszuwählen. Bereits im ersten Jahr der Förderung wird „über finanzielle Hilfe hinaus menschlicher Kontakt und Kennenlernen“ gewünscht.