Freiheit in Liebe verwandeln

Da der traditionelle Neujahrsempfang der Diözese Rottenburg-Stuttgart am 6. Januar coronabedingt ausfallen musste, wendet sich der Sprecher des Diözesanrates, Dr. Johannes Warmbrunn (Esslingen), erstmals in elektronischer Form an die knapp 1,8 Millionen Gläubigen.

Dr. Johannes Warmbrunn überbringt in seiner Ansprache dem Bischof und allen Zuschauenden Glück- und Segenswünsche zum neuen Jahr. Der Sprecher des Diözesanrats verweist mit Blick auf die gegenwärtig drohende Gefahr auf die Bedeutung des Umgangs der Menschen miteinander: „Gott schenkt uns Menschen Freiheit und fordert uns zugleich heraus, an seinem schöpferischen Wirken teilzuhaben. Er will, dass wir unsere Freiheit in Liebe verwandeln.“ Es komme dabei auf die Schärfung und Verfeinerung unseres Gespürs für das Umfassende, für die Einbettung in Gottes Schöpfung an, „deren Dynamik wir in der Vielfalt des Werdens und Vergehens nur annähernd erfassen können“. Gott wolle das Gute und fordere uns heraus, an seinem Wirken teilzuhaben als Befreiung und Verantwortung zugleich. Warmbrunn: „Wirklich frei werden wir mit unserem teilnehmenden Fühlen und Empfinden. Zu armselig ist die Begrenzung auf das Ich und auf das Selbst, auf die Abschottung, den Rückzug, die Rücksichtslosigkeit.“ In der verantwortlichen Verbundenheit mit allen Menschen seien wir „grenzenlos frei und zugleich vor allem Gott nahe. Wenn wir uns darauf einlassen, kann uns dies sogar leicht und beschwingt machen.“

Dank für Treue und Verbundenheit

Der Sprecher schließt sein Grußwort mit Blick auf das Ende der 10. Amtsperiode des Diözesanrats mit einem herzlichen Dank an die Mitglieder des Diözesanrats, an das Präsidium, an die Mitglieder der Geschäftsstelle des Diözesanrats und die Beschäftigten im Bischöflichen Ordinariat. Allen Mitgliedern der Diözese Rottenburg-Stuttgart dankt Dr. Warmbrunn für ihre Treue und Verbundenheit. Im neuen Jahr gelte es nun unter anderem, sich auf den Katholikentag 2022 vorzubereiten.