Fakten & Facetten: Dank an Kirchensteuerzahler

Unter dem Titel „Fakten und Facetten“ veröffentlicht die Diözese Rottenburg-Stuttgart ihre Jahresberichte. In der aktuellsten Ausgabe danken Dr. Johannes Warmbrunn und Werner Krahl - stellvertretend für die über 100 Mitglieder des Diözesanrats - allen Kirchensteuerzahlern.

Dankbar sowie sinnbildlich vor – und nicht hinter – verschlossenen Türen stehen (v.l.:) Werner Krahl und Dr. Johannes Warmbrunn.

12. Februar 2020. Vieles in unserer Diözese ist nur deswegen möglich, weil viele Menschen wie selbstverständlich Kirchensteuer zahlen und damit solidarisch sind mit der Katholischen Kirche. Doch das ist nicht selbstverständlich. Wie auch unser Bischof Dr. Gebhard Fürst im Vorwort dieser Ausgabe sagt, gebührt allen Katholikinnen und Katholiken ein ausdrückliches Dankeschön für die Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche im umfassenden Sinne und für das Mittragen durch die Kirchensteuer im Besonderen.

Dr. Johannes Warmbrunn, Sprecher des Diözesanrats, sowie Werner Krahl, Vorsitzender des Finanzausschusses, sind engagierte Ehrenamtliche in verantwortlicher Position im Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart. Stellvertretend für die über 100 Mitglieder des Rats wollen sie Ihnen in dieser Ausgabe Vergelt’s Gott sagen.

Wie wichtig ist eigentlich „meine“ Kirchensteuer? Was kann man damit schon erreichen?

KRAHL: Sehr und viel! Jeder Euro Kirchensteuer darf zurecht als direktes, persönliches und soziales Engagement verstanden werden. Die Kirchensteuer hilft Menschen beim Leben, gibt Menschen Arbeit, fördert Ehrenamt, schafft Kultur und bietet einen verlässlichen Rahmen, in dem unsere Katholiken und Katholikinnen ihren Glauben aktiv leben können.

WARMBRUNN: Jedes einzelne Mitglied unserer Kirche bringt seine Begabungen und Möglichkeiten in die Gemeinschaft der Kirche ein. Niemand ist als Mensch unwichtig. Kleine und große Beiträge für unsere Gemeinschaft, auch in Form der Kirchensteuer, sind großartige Zeichen der Verbundenheit mit unserer gemeinsamen großen Aufgabe: Unseren Glauben zu feiern und zu verkünden. Vieles ist dabei nur durch die Kirchensteuer möglich.

Für was genau setzt sich der Diözesanrat konkret ein, wenn es um die Verwendung der Kirchensteuer geht?

WARMBRUNN: Unsere Mitglieder des Diözesanrats haben stets ihre drei Aufgabenbereiche als Katholikenrat, als Pastoralrat und als Kirchensteuervertretung im Blick. Deswegen verstehen wir die Verwaltung des Geldes auch als Dienst im ganzheitlichen Sinn, mit dem wir unseren Auftrag so gut wie möglich gerecht werden können. Konkret setzen wir uns für die finanzielle Förderung von beispielsweise Familienzentren, Schulen oder auch Initiativen für Flüchtlingshilfen – regional wie auch international – ein. Darüber hinaus haben wir zum Beispiel zwei Initiativen im Diözesanrat ins Leben gerufen: die Initiative bezahlbarer Wohnraum sowie das INkonzept, mit dem wir soziales Engagement seit vielen Jahren finanziell fördern und unterstützen.

KRAHL: Genau, als Kirchensteuervertretung übernehmen wir die Verantwortung, dass jeder Cent Kirchensteuer auch gut ankommt – zur Hälfte bei den Kirchengemeinden und zur Hälfte beim Diözesanhaushalt. Wir sind uns sicher, dass Geld nur dann gut ist, wenn es guten inhaltlichen Konzepten folgt, die wiederum den Menschen in ihren Nöten und Bedürfnissen bestmöglich dienen.

Kann ich mitentscheiden, was mit meiner Kirchensteuer geschieht?

KRAHL: Ja, das können Sie. Zum einen strukturell und damit direkt über ein Mandat. Das kann zum Beispiel auf der Ebene der Kirchengemeinde die Position eines Kirchengemeinderats sein oder aber im Dekanat als Dekanatsrat oder aber als einer unserer rund 100 Diözesanräte, die als Kirchensteuervertretung in unserer Diözese das Haushaltsrecht haben. Übrigens finden im kommenden Jahr entsprechende Neuwahlen statt, sie können also direkt für ein Mandat kandidieren. Zum anderen gelingt eine gewisse Art der Mitentscheidung auch auf einer inhaltlichen Basis bei Gesprächen. Das können Gespräche bei Besuchen unseres Bischofs in den Kirchengemeinden sein oder in der Diskussion mit den Mitgliedern unseres Pastoral- oder Finanzausschusses. 

WARMBRUNN: Ich begrüße ausdrücklich, dass sich die Mitglieder unserer Kirche für die Arbeit des Diözesanrat interessieren und auf die Trägerinnen und Träger der Mandate mit ihren Anliegen zugehen. Die Delegierten aus den Dekanaten im Diözesanrat stehen für einen Dialog zur Verfügung – auch, aber ganz gewiss nicht nur zu Fragen der Verwendung der Kirchensteuer.

Zeit, sich bei uns zu bedanken?

KRAHL: Absolut. Mit Ihrem Beitrag tun Sie Gutes – das ist großartig und wir sind Ihnen dafür sehr dankbar. Auch wenn Sie selber viele der Angebote, die Sie durch Ihre Kirchensteuer fördern und unterstützen, aktuell gar nicht brauchen, dürfen Sie stolz sein. Stolz, dass Vieles durch Sie erst möglich gemacht werden kann. Wir blicken immer wieder in dankbare Gesichter und sind selber dankbar und stolz, dass wir in unseren Funktionen die zukünftige Entwicklung der Diözese mitentscheiden dürfen.

WARMBRUNN: Ich schließe mich dem Dank von Werner an, auch im Namen aller Mitglieder des Diözesanrats! Unsere Kirche begleitet Menschen auf ihrer Suche nach Gott, gibt Antworten auf Sinnfragen, leistet unverzichtbare karitative Arbeit und bringt Menschen zusammen – und für all das legen Sie, als Kirchensteuerzahler, die Grundlage. Ich freue mich sehr, dass wir in so vielfältiger Weise gestalten und gleichzeitig für die Zukunft vorsorgen können.

 

Fakten & Facetten 2018 - Finanzen, Statistik und Jahresrechnung