Anerkennung und Hilfe

Durch Behinderten- oder Psychiatrieeinrichtungen Geschädigte können länger Leistungen beantragen.

12. Februar 2019. Wer zwischen 1949 und 1975 als Kind oder Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland bzw. im Zeitraum von 1949 bis 1990 in der ehemaligen DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder stationären Einrichtungen der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren hat und heute noch an den Folgen leidet, kann noch bis Ende 2020 Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen der Stiftung "Anerkennung und Hilfe" Ansprüche anmelden. Ursprünglich sollte diese Frist Ende diesen Jahres enden. Betroffene können sich bis zum 31. Dezember 2019 an eine Anlauf- und Beratungsstelle wenden und sich dort für Leistungen anmelden.

„Die Verlängerung der Anmeldefrist ist wichtig, da viele Betroffene den Weg zur Stiftung noch nicht gefunden haben. Auch Betroffene, die erst spät von der Stiftung erfahren haben oder noch Zeit brauchen, um innere Widerstände gegen eine Offenbarung ihres Schicksals zu überwinden, sollen nicht ausgeschlossen bleiben“, erläutert Bundesminister Hubertus Heil die Entscheidung der Stiftung, die Bund, Länder und Kirchen gemeinsam eingerichtet haben.

In Baden-Württemberg ist der Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. in Stuttgart Anlauf- und Beratungsstelle der "Stiftung Anerkennung und Hilfe" (Tel. 0711 61956-51/60)Informationen zu den Anlauf- und Beratungsstellen und zur Stiftung oder Tel. 0800 2212218