Wie haben die Katholiken das 1945 gemacht?

Was Vertreibung 1945 und Flucht 2018 miteinander zu tun haben ...

Mehr als 500.000 Heimatvertriebene kamen nach dem Zweiten Weltkrieg in eine Diözese Rottenburg, in der die Bevölkerung materiell Not litt und seelisch verstört ein Leben nach dem Krieg aufzubauen versuchte. Heute kommen Flüchtlinge aus Kriegsnot und Perspektivlosigkeit in ein Baden-Württemberg, das wohl bundes- und europaweit eine der florierendsten Regionen ist. Beide Male sind die Katholiken gefragt, wie sie sich zu den Fremden verhalten, ob sie auf Distanz gehen oder willkommen heißen, ob sie Wohnraum teilen oder die Flüchtlinge abweisen. "Nirgends konnten die Vertriebenen Konflikte und Brückenschläge hautnaher erleben als in der Pfarrgemeinde", stellt die neue Broschüre zur Ausstellung "Verlorende Heimat - willkommen in der Fremde? 1945 und 2015" fest. Dort sind mit kurzen Texten und vielen Fotos die Widerstände, vor allem aber die innovativen, teils auch riskanten Ideen sowie die Triebfedern beschrieben, die 1945 die Not bewältigen und die Fremdheit überwinden halfen. Der Blick in die Geschichte verändert den Blick auf die heutige Situation.

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