Stabwechsel - Geschäftsführer geht in Ruhestand

Ihren langjährigen Geschäftsführer Hermann Josef Steur haben die Diözesanen Räte verabschiedet.

Mit einem festlichen Abend haben Diözesanrat und Priesterrat Rottenburg-Stuttgart ihren langjährigen Geschäftsführer Hermann Josef Steur (64) gewürdigt, der zum Jahresende in Ruhestand geht. Gleichzeitig begrüßten die Räte seinen Nachfolger Alexander Bair (54), der bereits seit 1. Oktober in der Geschäftsstelle in Echterdingen arbeitet.

17 Jahre lang koordinierte und organisierte Pastoralreferent Hermann Josef Steur als Geschäftsführer die Arbeit des Diözesanrats und Priesterrats Rottenburg-Stuttgart und deren Ausschüsse und Arbeitsgruppen sowie die Wahlen der beiden Gremien. Steur sei „die beste Werbung für den Beruf des Pastoralreferenten“, bescheinigte Bischof Gebhard Fürst dem 64-jährigen Theologen. Dabei habe er 1979 einen „gerade mal acht Jahre alten Beruf mit vielen Herausforderungen“ ergriffen. „Als Theologe, als Pastoralreferent, als Mitarbeiter im Personalreferat und Beauftragter für Mitarbeiter in Krisensituationen und schließlich als Geschäftsführer haben Sie sich in einer warmherzigen Weise den Menschen zugewandt, haben Lösungen gesucht und Wege gebahnt – manchmal auch gegen den Strich“, würdigte Bischof Gebhard Fürst den scheidenden Geschäftsführer.

Clemens Stroppel, als Generalvikar auch Referent für die Diözesanen Räte und Vorgesetzter des Geschäftsführers, bezeichnete Hermann Steur als „Überzeugungstäter des Rottenburger Modells“. Steur habe in der „von Bischof Carl Joseph Leiprecht vor 50 Jahren weitblickend und mutig auf den Weg gebrachten Umsetzung des vom Zweiten Vatikanischen Konzil empfohlenen Zusammenwirkens von Bischöfen, Priestern und Laien eine zwar herausfordernde, aber ebenso weltweit einmalige wie zukunftsfähige Mitverantwortungsmöglichkeit“ erkannt. Steur sei „nicht nur ein Geschäftsführer der reibungslosen Abläufe“ gewesen, sondern „auch ein engagierter Ideengeber, vorausschauender wie beharrlich nachfragender und nacharbeitender Sachwalter der Themen und Fragen wie der Idee und des Geistes von Diözesanrat und Priesterrat“ gewesen und habe Sensibilität für Themen und Fragen in Kirche und Gesellschaft bewiesen.

Diözesanratssprecher Johannes Warmbrunn bekannte, sich auf die Unterstützung des Geschäftsführers Hermann Steur „nicht vorrangig durch große Gesten und starke Worte, sondern durch kontinuierliche Arbeit im Hintergrund“ verlassen zu können, habe für seine Kandidatur als Sprecher eine maßgeblich Rolle gespielt. Priesterratssprecher Paul Magino unterstrich das gegenseitige Vertrauen: „Wir stimmen überein in unserer Glaubenshaltung. Wir alle wünschen uns mehr Aufgeschlossenheit für berechtigte Forderungen aus der Gesellschaft und Kirche nach Gleichberechtigung und Wertschätzung vielfältiger Lebensformen.“

Zum 1. Januar 2018 übernimmt Alexander Bair die Geschäftsführung der Diözesanen Räte. Der 54-jährige Diplomtheologe ist ebenfalls Pastoralreferent und führte zuletzt als Dekanatsreferent die Geschäfte des Dekanats Ludwigsburg. Zuvor arbeitete er von 1995 bis 2003 im Referat Aus- und Weiterbildung des Bischöflichen Jugendamts in Wernau. Nach seinem Theologiestudium in Tübingen hatte Bair in der Kirchengemeinde St. Paul in Esslingen seine Ausbildung zum Pastoralreferenten absolviert. Der verheiratete Vater von zwei Kindern bringt außerdem Qualifikationen in Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement für soziale Dienstleistungsunternehmen und Gruppenleitung mit.

Nach seinem Theologiestudium hatte Hermann Josef Steur von 1979 bis 1981 in Ulm die Ausbildung zum Pastoralreferenten gemacht. Zunächst arbeitete er in der Kirchengemeinde in Christi Verklärung Freudenstadt, bis er 1983 in das Personalreferat des Bischöflichen Ordinariats  wechselte, wo er im Lauf von 17 Jahren unter anderem für ausländische Priester, Pastoral- und Dekanatsreferenten, Krankenhaus- und Gefängnisseelsorger zuständig war und schließlich Geschäftsführender Referent und Stellvertreter des Hauptabteilungsleiters wurde. Außerdem war er 17 Jahre lang für Mitarbeiter in Krisensituationen zuständig. Zum 1. Januar 2001 wählten die Diözesanen Räte ihn zu ihrem Geschäftsführer.