Diözesanratssitzung

Der Dialog mit Muslimen steht im Mittelpunkt der Sitzung am 24./25. Mai in Untermarchtal.

Archivbild Diözesanrat

Der Dialog mit Muslimen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart steht im Mittelpunkt der öffentlichen Sitzung des Diözesanrats am 24. und 25. Mai im Kloster Untermarchtal. „Die Gestaltung des Zusammenlebens in unserer vielfältigen Gesellschaft ist ein gemeinsamer Auftrag auch der Religionen. Wir freuen uns, dass muslimische Gesprächspartner, aber auch Vertreter der russisch- und der syrisch-orthodoxen sowie der Armenisch-Apostolischen Kirche und erfahrene Referenten mit uns als Katholikenvertretung beraten werden“, sagte Diözesanratssprecher Johannes Warmbrunn im Vorfeld der Sitzung. Auf allen Ebenen von den Leitungen bis zu den Gläubigen vor Ort wolle der Diözesanrat zu Austausch und gemeinsamen Projekten zwischen Konfessionen und Religionen ermutigen.

Im Diözesanrat spricht unter anderem Michael Blume, Leiter des Referats für nichtchristliche Religionen, Werte, Minderheiten und Projekte im Nordirak im Staatsministerium Baden-Württemberg über „Die Krise des Islam“. Der promovierte Islam- und Religionswissenschaftler Hussein Hamdan, der im Rahmen des Projekts „Muslime als Partner in Baden-Württemberg“ der diözesanen Akademie kommunale Einrichtungen berät sowie das Fortbildungsangebot „Islam im Plural“ verantwortet, bringt sein Fachwissen im Plenum und in einer Arbeitsgruppe ein.

Einen besonderen Akzent erhält der interreligiöse Dialog in dieser Diözesanratssitzung durch die Einbindung orthodoxer Sichtweisen. Neben dem Leiter des Akademie-Projekts „Schatz des Orients“, dem promovierten orthodoxen Theologen Vladimir Latinovic, werden Vertreter dreier orthodoxen Kirchen in einer Arbeitsgruppe über Religionsunterricht, das Leben in der Diaspora und kirchliche Jugendarbeit diskutieren. Weitere 14 christliche und islamische Gesprächspartner begleiten die geplanten Arbeitsgruppen, deren Themen von der Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge über die interreligiöse Begegnung geflüchteter Frauen bis zum gemeinsamen Einsatz für Frieden und die Frage gemeinsamen Gebetes reichen.

Überblick zur Tagesordnung • Presseeinladung

Wenn Sie an der Sitzung teilnehmen möchten, freuen wir uns über eine kurze Nachricht unter Tel. 0711 9791-4200 oder Mail