Die Kraft der Freundschaft

Beziehungen formen den Menschen, daran hat Diözesanratssprecher Johannes Warmbrunn erinnert.

Beziehungen sind genau so substanziell wie die Materie, die uns umgibt. Darüber sprach Johannes Warmbrunn in seinem Grußwort beim Neujahrsempfang des Bischofs am Dreikönigstag in Stuttgart. "Liebevolle Begegnungen wandeln uns - bis hinein in den Kern unserer Persönlichkeit." Die Kraft von Freundschaften sei keineswegs virtuell, sondern real wirksam. Sie forme Menschen "wie Kunstwerke oder, wenn sie uns abhanden kommt, deformiert sie uns." Warmbrunn ermunterte, darüber zu sprechen und auch in kirchlichen Prozessen die gegenseitige Wertschätzung "tief und echt" zu leben. "Nichts hindert uns daran, schon gar nicht die Naturwissenschaften, unseren Glauben in ganzer, lebendiger Fülle selbst und mit andern zu leben und uns dem unbegreiflichen Geheimnis Gottes zu nähern", machte Warmbrunn Mut.
Lesen Sie das Grußwort im Wortlaut

Bischof Gebhard Fürst beleuchtete in seiner Neujahrsrede die Chancen und Gefahren der Biotechnologie und der Digitalisierung. Er warnte davor, die Freiheit des Menschen nicht zu verspielen, und forderte ethische Debatten. An diesen müsse sich auch die Kirche beteiligen. Fürst wies außerdem darauf hin, dass die Kirchen mit den Feiern des Kirchenjahrs, so auch mit dem Besuch der Sternsinger "bringen, was keine Computerwelt kann: Begegnung, Trost, Segen."

Video vom Neujahrsempfang