Abschiede beim Diözesanrat

Der Vorsitzende des Diözesanausschusses „Nachhaltige Entwicklung“, Dieter Schmid, und die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim Diözesanrat und Priesterrat Rottenburg-Stuttgart, Cäcilia Branz, verabschieden sich diesen Sommer nach langjähriger Tätigkeit vom Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart.

Dieter Schmid bei seiner Verabschiedung im Diözesanrat im Mai 2019. (Foto: Diözesanrat)
Bischof Dr. Gebhard Fürst verleiht im Oktober 2017 die Franziskusmedaille an Dieter Schmid - für seine besonderen Verdienste um die Bewahrung der Schöpfung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. (Foto: Manuela Pfann)
Dieter Schmid im Gespräch mit Klaus Barwig - so entstanden unter anderem die Exkursionen "Nachhaltige Orte" mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. (Foto:Branz)
Diözesanratssprecher Dr. Johannes Warmbrunn würdigt im Namen des Diözesanrats die fruchtbare Zusammenarbeit mit Öffentlichkeitsarbeiterin Cäcilia Branz. v. l. Cäcilia Branz, Generalvikar Dr. Clemens Stroppel, Diözesanratssprecher Dr. Johannes Warmbrunn. (Foto: Neyer-Strohmaier)
Auf "14 erfüllte Jahre" blickt Cäcilia Branz nach eigenen Worten zurück. (Foto: Neyer-Strohmaier)

Nach 17 Jahren hat der Vorsitzende des Ausschusses „Nachhaltige Entwicklung“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Träger der Franziskus-Medaille der Diözese, Dieter Schmid (75), zur Jahresmitte aus Altersgründen sein Amt abgegeben. Damit scheidet Schmid auch aus dem Diözesanrat aus, dem er von 2002 bis 2011 als gewählter Laienvertreter des Dekanats Ludwigsburg stimmberechtigt und von 2011 bis 2019 in seiner Funktion als Ausschussvorsitzender beratend angehörte. „Diese 17 Jahre im Ehrenamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart waren für mich eine spannende Herausforderung und sinnerfüllte Zeit, in der ich gelernt habe: nachhaltige Entwicklung ist kein Projekt, nachhaltige Entwicklung ist ein Weg, der beim Gehen entsteht“, so Dieter Schmid zu seinem Abschied. Die Klima-Initiative, die Bischof Gebhard Fürst 2007 ausgerufen hatte, sei für ihn das „Highlight für eine ganze Dekade“ gewesen.

Unter Nachhaltigkeit habe Dieter Schmid weit mehr verstanden als Umwelt- oder Klimaschutz, betonte Priesterratssprecher Paul Magino, der den Ausschussvorsitzenden in der Diözesanratssitzung im Mai in einer Abschiedsrede würdigte. An jede Entscheidung, ob ökologisch, sozial, pastoral oder finanziell, habe Schmid den Maßstab angelegt, ob sie „Enkel-tauglich“, also langfristig tragfähig sei. Für die Querschnittsaufgabe Nachhaltigkeit habe er mit Überzeugung und bewundernswerter Hartnäckigkeit auch gegen Widerstände oder Gleichgültigkeit gekämpft. Dabei sei er nie Einzelkämpfer gewesen, sondern habe immer Verbündete gefunden, etwa bei der Akademie und im Fachbereich „Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung“ der Diözese, aber auch im Eine-Welt-Ausschuss und im Bischöflichen Bauamt. Nach dem Ausscheiden aus dem Diözesanrat will Dieter Schmid sich weiterhin an seinem Wohnort Freiberg am Neckar für sein Herzensanliegen Nachhaltigkeit einsetzen: „Solange man da ist, geht einen diese Welt etwas an.“

Der Diözesanausschuss „Nachhaltige Entwicklung“ wird im Herbst einen neuen Vorsitzenden wählen. Gleich zwei neue Mitglieder für den Ausschuss fand und wählte der Diözesanrat in seiner Sitzung im Mai: den Vertreter des Dekanats Ostalb Hubert Hiller und den in der Ausbildung zum Priester befindlichen Unständigen Diakon Martin Saur.

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Verabschiedet hat der Diözesanrat auch seine Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Cäcilia Branz (52). Gut 14 Jahre lang war sie für die externe und interne Kommunikation der Katholikenvertretung und des Priesterrats zuständig. Der Referent für die Diözesanen Räte, Generalvikar Clemens Stroppel, bescheinigte der Pastoralreferentin und PR-Beraterin „Sensibilität für Veränderungen der Zeit, Innovationskraft und auch Herz“. Ihre Strategie, „um Vertrauen zu gewinnen und nicht zu enttäuschen, um Glaubwürdigkeit zu fördern und nicht zu verlieren“, habe in einer „verständlichen und diskursiv breiten Medienkommunikation“ bestanden, die „der Wahrheit verpflichtet“ gewesen sei.

"Mein größtes Glück waren Sie, die Sie sich in den Diözesanen Räten mit hohem Aufwand engagieren - weil Sie mir menschlich begegnet sind, mit wunderbarer Freundlichkeit, mit Nachsicht, wo ich sie brauchte, oft mit Herzlichkeit, manchmal auch herausfordernd, so dass ich wachsen konnte, und sehr wertschätzend", dankte Cäcilia Branz den Mitgliedern des Diözesanrats. Branz wechselt in die Krankenhausseelsorge und als stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Christliches Profil des Elisabeth-Vinzenz-Verbunds nach Halle an der Saale.