2019 und 2020: Abgeschwächte Prognosen und klare Akzentsetzungen

Für die Jahre 2019 und 2020 plant die Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Kirchensteuerwachstum von je einem Prozent. Der Leiter der Hauptabteilung „Finanzen und Vermögen“ des Bischöflichen Ordinariats, Dietmar Krauß, verwies auf die abgeschwächten Konjunkturprognosen und erklärte: „Die Erwartungen schwächen sich daher auch für die Kirchensteuereinnahmen ab. Dazu addieren sich die rückläufigen Aussichten auf Grund der Demografie und der Mitgliederentwicklung.“ Ein Nettokirchensteuereinkommen von 558,6 Millionen Euro für das Jahr 2019 und von 561,3 Millionen Euro im Jahr 2020 hat der Diözesanrat seinen Finanzplanungen zugrunde gelegt. Nach Abzug der Vorwegausgaben für überdiözesane und gesamtdiözesane Aufgaben verbleibt ein verteilbares Aufkommen von 522,8 bzw. 524,2 Millionen Euro, das sich Diözesanhaushalt und Kirchengemeinden jeweils hälftig teilen. Die Kirchensteuerzuteilung in die Haushalte der Gemeinden und in die Budgets des Bischöflichen Ordinariats wird in beiden Jahren mit je plus 3,5 Prozent fortgeschrieben.

Lesen Sie dazu das Presse-Statement des Leiter des Hauptabteilung "Finanzen und Vermögen, Dietmar Krauß.

Freuen dürfen sich finanzschwache Orte: „Kleine Gemeinden überdurchschnittlich gefördert: Die Mindestausstattung einer Kirchengemeinde, die sogenannte Sockelgarantie, wird in den kommenden zwei Jahren um jeweils fünf Prozent erhöht und mit weiteren Einmalbeträgen in Höhe einer halben Million Euro in 2019 und einer Million in 2020 ausgestattet“, erklärte Generalvikar Clemens Stroppel. Auch die Zuschüsse, die kleine Gemeinden für ihre Kindergärten bekommen, werden um je 5 Prozent erhöht. Außerdem setzt die Diözese ihre 2012 begonnene Förderung einer hochwertigen Betreuung für unter-dreijährige Kinder fort, ebenfalls mit einer Erhöhung von 5 Prozent.

Erfahren Sie mehr über die Finanzausstattung der Kirchengemeinden im Presse-Statement des Generalvikars Clemens Stroppel und unter Kirchengemeinden.