Überschüsse kommen den Menschen vor Ort und kirchlichen Mitarbeitern zugute

Internationalen und diözesanen Initiativen der Flüchtlingshilfe sowie Kindern, Jugendlichen und Familien kommt je ein Drittel des Jahresüberschusses 2017 der Diözese Rottenburg-Stuttgart zugute, der 23,6 Millionen Euro beträgt. Ein weiteres Drittel dient der Absicherung kirchlicher Mitarbeiter in Diözese und Caritas. Das hat der Diözesanrat in seiner Haushaltssitzung am 2. Dezember 2018 beschlossen.

Für Menschen auf der Flucht

Mit 7,9 Millionen Euro stockt die Diözese ihre Flüchtlingshilfefonds auf. Angesichts von 68,5 Millionen Flüchtlingen weltweit stehe wohl außer Frage, dass die weltkirchliche Arbeit der Diözese gestärkt werden müsse, sagte der Finanzausschussvorsitzende der Diözese, Werner Krahl am Montag in einer Pressekonferenz. Die stark zurückgegangenen Zahlen ankommender Flüchtlinge im Land machten allerdings die inländische Flüchtlingshilfe keineswegs überflüssig. Immer noch bräuchten Hunderte von Flüchtlingen eine zeitlich begrenzte Ersthilfe, erklärte Krahl, der Akzent verschiebe sich jedoch zu Angeboten, die den Geflohenen mit Bleibeperspektive helfen, hier Fuß zu fassen und in die deutsche Gesellschaft hineinzufinden. „Aus der Akuthilfe wird Integrationshilfe, die den Geflohenen selbst zugute kommt und gleichzeitig unserer Gesellschaft und unserem Land“, betonte der Finanzexperte.
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Für Familien

Um knapp 5,5 Millionen Euro erhöhte der Diözesanrat das Stiftungskapital für die diözesane Schulstiftung. „Damit helfen wir nicht nur die Existenz der Katholischen Freien Schulen langfristig zu sichern, sondern auch deren innovativen Konzepte, derzeit etwa zu Inklusion und Digitalisierung“, erläuterte Krahl die Zustiftung. Mit 1,85 Millionen Euro ermöglicht die Diözese den Ausbau von weiteren zehn bis 15 Kindertagesstätten zu Familienzentren. 28 katholische Familienzentren württembergweit machen bereits erfolgreich Angebote für Eltern und Kinder. Das diözesane Familienerholungswerk bietet allen, auch einkommensschwachen Familien Urlaub in Gemeinschaft an. Es erhält einen Zuschuss von gut einer halben Million Euro aus dem Jahresüberschuss 2017.

Für Mitarbeiter in Kirche und Caritas

Um zukünftige Haushalte zu entlasten, erhöht die Diözese die Rückstellungen für die Versorgungsansprüche ihrer Angestellten und Beamten um 3,9 Millionen Euro. Dieselbe Summe fließt in die Rücklage "Gewährträgerhaftung", die die Altersversorgung der Mitarbeiter in den karitativen Einrichtungen sichert.

Lesen Sie dazu das Presse-Statement des Finanzausschussvorsitzenden Werner Krahl.