Auszug aus der Neujahrsrede des Bischofs 2014


„Im Zusammenhang mit dem Bistumshaushalt, in dem das Ver-mögen und die Immobilien des Bistums - einer kirchlichen Anstalt des öffentlichen Rechts - aufgeführt und verwaltet werden, haben wir in aller Öffentlichkeit erläutert, dass in der Diözese Rottenburg-Stuttgart unter dem Dach des Bistums die treuhänderische Ver-waltung des Vermögens selbständiger kirchlicher Förderstiftungen zusammengefasst ist, ausgestattet mit jeweils eigenen Organen, für die jeweils ein eigener geprüfter Jahresabschluss erstellt wird. Die Aufsicht geschieht durch den Bistumsverwaltungsrat. Seine Aufgaben sind vor allem: die Beratung und der Beschluss des jährlichen Wirtschaftsplans, die Beratung und Feststellung des geprüften Jahresabschlusses und der Beschluss der Überschuss-verwendung. – Eine Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2013 ist für den Frühsommer 2014 in Aussicht gestellt. Ein wesentlicher Grund, dass diese bisher nicht geschehen ist, ist die in den in öffentlichen Verwaltungen bislang übliche kameralistische Buchführung, in der bisher keine Bewertung von Immobilien des Bistums, vorgenommen wurde. Diese Immobilien – zum Beispiel die dem Bistum gehörende  Konviktskirche Ehingen, – sind meist nicht veräußerbar d.h. deren Werte sind nicht realisierbar; ebenso verhält es sich mit der Bewertung der Kunstwerke und des Diözesanmuseums.

Das Haushaltsvolumen des Bistums umfasste in den letzten Jahren im Vergleich zum Diözesanhaushalt allerdings nur ca. 3 bis 5 Prozent. Projekte und Einrichtungen, die mit Mitteln des Bistums finanziert werden, sind kirchliche Zwecke wie z.B. Hilfe für Mütter in Not, Obdachlosenhilfe, Hilfe für sozial Bedürftige, Kirchliche Internate, Aufwendungen für die Liturgie im Dom in Rottenburg und in der Konkathedrale in Stuttgart. Und derzeit – beispielsweise – die Sanierung der Konviktskirche Ehingen. Das Vermögen des Bistums setzt sich hauptsächlich zusammen aus Vermögen für kirchliche Zwecke, Stiftungen und Gebäude und umfasst z.B. auch die 75 Prozent Beteiligung am Siedlungswerk.

Dass Kirche Geld hat, ist an und für sich nichts Schlechtes. Durch nachhaltiges Haushalten und durch den verantwortungsvollen Umgang insbesondere mit dem uns anvertrauten Geld über die Jahre und Jahrzehnte hinweg, geht es der Diözese Rottenburg-Stuttgart finanziell gut. Ich bin dafür sehr dankbar! Denn dies eröffnet Spielräume insbesondere für die diakonischen Aufgaben der Kirche. Geld ist kein Selbstzweck, kein Status und für Christen auch kein Mittel zum Luxus. In der Tat: ‚Das Geld muss den Menschen dienen!’ (Evangelii gaudium 58). Es kommt darauf an, was Kirche und ihre Verantwortungsträger damit machen.“