Soziale Gerechtigkeit


Die gesellschaftliche Ordnung muss sich ständig weiterentwickeln, muss in Wahrheit gegründet, in Gerechtigkeit aufgebaut und von Liebe beseelt werden und muss in Freiheit ein immer humaneres Gleichgewicht finden.

II. Vaticanum, Gaudium et spes 26




Bündnis gegen Armut im Alter

Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart beteiligt sich am „Bündnis gegen Altersarmut Baden-Württemberg“, das am 3. April in Stuttgart ins Leben gerufen wurde. 31 Organisationen, Verbände und Gewerkschaften aus Baden-Württemberg haben sich darin zusammengeschlossen, um noch vor der Bundestagswahl für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik einzutreten – u. a. mit mehr als 50 Veranstaltungen noch vor den Sommerferien. Die Bündnispartner eint die Sorge, dass in weniger als 15 Jahren Millionen Rentner/innen auf Sozialhilfe angewiesen sein werden, wenn nicht heute gegengesteuert wird.

Der Diözesanrat macht das Thema zu einem Schwerpunkt in seiner Sitzung am 12./13. Mai.

Bündnispapier

Pressemitteilung zur Bildung des Bündnisses



Freihandelsabkommen TTIP, TISA, CETA

September 2016: Kardinal Marx: Weiter verhandeln!
Nachdem aus Politikkreisen Äußerungen bekannt werden, das geplante Freihandelsabkommen TTIP sei am Ende, hat Kardinal Reinhard Marx davor gewarnt, die Verhandlungen abzubrechen. Er bezeichnete diese als Chance, notwendige Wirtschaftsregeln zu implementieren.
 Bericht

Juni 2016: Transatlantisches Bischofswort

Die europäischen und US-amerikanischen Bischöfe haben gemeinsam Stellung zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP bezogen: "TTIP muss zum Wohle aller Bürger, vor allem der Armen, beitragen. In der Summe muss TTIP zu einer sichereren und friedlicheren Welt führen, anstatt wirtschaftliche und politische Spannungen weiter zu verschärfen."
Stellungnahme der europäischen und US-amerikanischen Bischöfe

November 2015: pax christi
Als "Schützenhilfe" für TTIP und "falsches Signal" kritisiert der katholische Friedensverband pax christi die Sozialethischen Orientierungen der Expertenkommission der deutschen Bischofskonferenz zu TTIP.
Stellungnahme pax christi

Oktober/November 2015: DBK
Ein von der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fra­gen (VI) der Deutschen Bischofskonferenz berufener Expertenkreis hat "Sozialethische Orientierungen für eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP)" vorgestellt.
DBK: Gerechte Regeln für den freien HandelPressestatements

Oktober 2015: ZdK
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat einen Katalog von sechs Grundsätzen veröffentlicht, an denen sich nach seiner Überzeugung die TTIP-Verhandlungen und ihre Ergebnisse orientieren müssen, damit ein solches Abkommen sich positiv für die Menschen in den Partnerstaaten, aber auch in anderen Ländern, auswirken kann.
Anforderungskatalog ZdK

Oktober 2015: Internationale NGOs
Im schlimmsten Fall könnte durch die in Arbeit befindlichen Freihandelsabkommen TTIP und CETA "eine Kommerzialisierung der öffentlichen Dienstleistungen festgeschrieben werden, die irreparable Schäden in der Daseinsvorsorge und für unser Gemeinwohl anrichten würde." Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsame Studie von sieben unterschiedlichen Nicht-Regierungsorganisationen.
Zusammenfassung

September 2015: Landesregierung Baden-Württemberg
Am 30. September konstituiert sich der neue TTIP-Beirat Baden-Württemberg in öffentlicher Sitzung. Er besteht aus Vertreter/innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften, Kirchen, Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz, Kultur und Medien sowie der Justiz und des Landtags.
 Weitere Informationen

Positiv bewertet die Landesregierung den Vorschlag der EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström, eine öffentliche Investitionsgerichtsbarkeit für Handelsverträge einzurichten.
 Weitere Informationen

September 2015: Diözesanratssprecher zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung
„Wer über die teilweise Jahrzehnte zurückliegenden Ursachen der Flüchtlingsströme nachdenkt, weiß, dass wir uns neu orientieren müssen“, erklärte Diözesanratssprecher Johannes Warmbrunn. Die westlichen Staaten dürften bei allen eigenen wirtschaftlichen Problemlagen nicht versuchen, ihren Wohlstand auf dem Rücken der armen Länder auszubauen. Freihandelsverträge zwischen der EU und den USA bzw. Kanada wirkten sich weit über den Handel zwischen diesen Ländern aus. „Nicht beteiligte Länder sind von den Auswirkungen der Freihandelsabkommen ebenso tangiert wie die weltweite Gestaltung von Umweltstandards“, betonte Warmbrunn.
PressemitteilungErklärung des Diözesanrats

Juli 2015: EU-Parlament
Am 8. Juli hat das EU-Parlament Empfehlungen zu TTIP an die EU-Kommission verabschiedet.
Empfehlungen  • Pressemitteilung des EU-Parlaments

Juli 2015: DRS.GLOBAL
Unter der Perspektive einer Kirche der Armen fragt  Willi Knecht, Mitglied des Diözesanausschusses Eine Welt, in der neuesten Ausgabe des weltkirchlichen Magazins DRS.GLOBAL nach den Auswirkungen von TTIP.
Lesen Sie hier den Beitrag in voller Länge

Juni 2015: Schulterschlüsse des Bundeswirtschaftsministeriums
Bei TTIP steht auch die Gestaltung kommunaler Versorgungsaufträge (Wasser, Gesundheit etc.) zur Disposition. Jetzt hat das Bundeswirtschaftsministerium mit den kommunlaen Spitzenverbänden und dem Verband kommunaler Unternehmen ein gemeinsames Positionspapier herausgegeben. Bereits im Februar hatte es gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden Stellung bezogen.
Positionspapier BMWi + kommunale Verbände und UnternehmenPositionspapier BMWi + BAG Freie Wohlfahrtspflege

Mai 2015: Evangelische Positionierung
Brot für die Welt und die Diakonie bezeichnen in einem gemeinsamen Positionspapier TTIP als riskant für Entwicklungsländer: "Es steht zu befürchten, dass die Handlungs- und Entwicklungsspielräume von Entwicklungsländern durch TTIP eingeschränkt und zugleich deren handelspolitischen Potenziale geschwächt werden. Auch die Sozial- und Umweltstandards innerhalb der EU geraten durch TTIP unter Druck." Die beiden Organisationen fordern, die Verhandlungen auszustezen "und die Inhalte und die Ausrichtung des Abkommens überdenken und ihre handelspolitischen Ambitionen zukünftig darauf konzentrieren, multilaterale Handelsbeziehungen auf allen Ebenen zukunftsfähig und gerecht mitzugestalten". Für den Fall, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden, formuliert das Positionspapier Mindesanforderungen.
Positionspapier Brot für die Welt und Diakonie

März 2015: Positionierung des Diözesanrats Rottenburg-Stuttgart
Als Vertretung der Katholiken in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat der Diözesanrat zu den geplanten EU-Freihandelsabkommen Stellung genommen. Er spricht sich für transparente Verhandlungen und für einen gerechten und nachhaltigen Welthandel aus. Der Schutz der Verbraucher wie der Schöpfung stehe über den Interessen von Unternehmen, stellt der Diözesanrat klar. Private, nicht öffentlich tagende Schiedsgerichte für internationales Wirtschaftsrecht, wie die aktuellen Vertragsentwürfe sie vorsehen, seien inakzeptabel.
PressemitteilungWortlaut der Erklärung

Weitere Einschätzungen
Aktuelle Stellungnahmen der Ausschüsse des EU-Parlaments zu TTIP sind online veröffentlicht. Auf der Basis dieser Stellungnahmen erarbeitet das Parlament unter Federführung des Ausschusses für Internationalen Handel einen Zwischenbericht, den es noch vor Sommer im Plenum abstimmen will.
 Stellungnahmen der Ausschüsse des EU-Parlaments

Auch die US-amerikanische Bischofskonferenz verlangt laut Katholischer Nachrichtenagentur (KNA) eine "Neuausrichtung der TTIP-Verhandlungen nach sozialen und demokratischen Grundsätzen".
 KNA-Bericht auf Radio Vatikan

Der Buchhandel befürchtet zum "Bauernopfer" von TTIP zu werden. "Die US-Digitalwirtschaft will einen Preiskampf gegen den stationären Handel", meint das Börsenblatt des deutschen Buchhandels und fürchtet um kulturelle Qualität und Vielfalt in der Branche. Im Juni bezog es erneut Stellung.
 Börsenblatt online zum Thema Aktionstag Buchhandel



G7-Gipfel

Die Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland fordern vom G7-Gipfel "eine klare Zusage, den Welthandel und die Wertschöpfungsketten gerechter zu gestalten". Auch klimapolititische Zusagen werden in der gemeinsamen Erklärung angemahnt.
Erklärung im Wortlaut



Woche der sozialen Gerechtigkeit

Auf das vielfältige Engagement von Christen für eine gerechtere Welt macht die Woche für soziale Gerechtigkeit 2014 im Oktober aufmerksam.

Ein 40.000-teiliges Puzzle versucht die  Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) bundesweit zusammenzubekommen - jedes Puzzleteil von einer Person zum Thema "sinnvoll leben" beschriftet. In Ravensburg (12.10.) und im Stuttgarter Haus der Katholischen Kirche (17.10.) soll der 3-000-teilige Abschnitt aus unserer Diözese zusammengepuzzlet werden. Außerdem führt die KAB an mehreren Orten eine 36-Stunden-Aktion für mehr Gerechtigkeit durch.

 

Weitere Veranstaltungen:

Dekanat Freudenstadt, 8. - 18. Oktober
Warentauschbörsen, Tafelladenkistenaktionen,  Dracheinei-Unterstützungsaktionen etc. im ganzen Dekanat

Geislingen, 9. Oktober, 20 Uhr, Kath. Kirche St. Maria (Überkinger Straße. 28)
Politisches Nachtgebet

Ravensburg, 11. Oktober, 11.55 Uhr (Programm 10-15 Uhr), Marienplatz
Smartmob "Pflege am Boden"

Ravensburg, 12. Oktober, Kirche Weissenau
10.30 Uhr Gottesdienst und Puzzleaktion
11.45 Uhr Matinée

Weingarten, 20. Oktober, 19.30 Uhr, Adolf-Gröber-Haus (Moosbruggerstraße 5)
"Pflege - sinnvolle Arbeit oder Kostenfaktor?"
Gespräch mit Politikern und Pflegekräften

 



Woche für das Leben 2013

„Engagiert für das Leben – Zusammenhalt gestalten“ ist das Motto der diesjährigen „Woche für das Leben“. Praxisbeispiele zeigen, wie der Zusammenhalt in einem Stadtviertel wachsen kann, was die Gemeinschaft in einem Wohnquartier stärkt oder wie die Vernetzung von Kirchengemeinden, Kommunen, Vereinen und anderen Akteuren eine bessere Lebensqualität für alte Menschen, Familien oder Jugendliche schafft. Eine bundesweite Übersicht über Aktionen bietet die  Homepage der „Woche für das Leben“. Studierende der Medienwissenschaft an der Universität Tübingen haben zum diesjährigen Thema „Zusammenhalt gestalten“  Filme über Projekte der Diakonie Württemberg und der Caritas produziert. Internetnutzer können den besten Film küren.



In einer Pressekonferenz bezogen Bischof Gebhard Fürst und Landesbischof Frank Otfried July Position zur Notwendigkeit und zur Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Der Chor der Bildungs- und Begegnungsstätte TREFFPUNKT in Stuttgart-Bad Cannstatt und die Kanugesellschaft Stuttgart zeigten, dass Inklusion stark macht.

Statement Bischof Dr. Fürst
Pressemitteilung

Mit einem Gottesdienst eröffneten Bischof Gebhard Fürst, Landesbischof Frank Otfried July und die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche, Rosemarie Wenner, die "Woche für das Leben" für den württembergischen Landesteil in Szuttgart-Feuerbach. Zuvor zeigte ein Spaziergang durch das Wohnquartier Feuerbacher Balkon, wie dort Zusammenhalt gelingt. Bei einem Empfang in der Evangelisch-methodistischen Friedenskirche waren die oben genannten Filme zu sehen.

 Weitere Informationen auf der Homepage der Hauptabteilung Caritas



„Keine Wahl! – Jugend braucht Perspektive“

Mit dezentralen Aktionen machen katholische Einrichtungen der Jugendberufshilfe und Jugendsozialarbeit auf die Situation benachteiligter Jugendlicher im Bildungs- und Arbeitsmarkt aufmerksam. Seit sechs Jahren geben sie so dem Josefstag (19. März) ein aktuelles Gesicht. Dieses Jahr ist der 5. März der zentrale Aktionstag, weil möglichst viele Mitglieder des Deutschen Bundestages zu Veranstaltungen im Rahmen des Josefstages eingeladen werden sollen. Daher liegt der Termin in der sitzungsfreien Zeit des Deutschen Bundestages. Träger der Aktion sind der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit seiner bundesweiten Initiative „arbeit für alle e.V.“ (afa), die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V. und die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj).

Auf der  Homepage zum Josefstag finden Sie Informationen und viele Arbeitsmaterialien für Aktionen, Gottesdienste etc..



Tag der Verbände

“Soziale Gerechtigkeit stärken – Auftrag und Herausforderung für die katholische Kirche in einer sich demografisch wandelnden Gesellschaft” lautete das Thema der Jahresauftaktveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft katholischer Organisationen und Verbände ako am 18. und 19. Januar 2013 in Stuttgart-Hohenheim. Der Begriff Gerechtigkeit wurde mit praktischen Beispielen aus dem verbandlichen Leben gefüllt. Referent/innen waren u. a. Brigitte Lösch, die Vizepräsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, der Sozialethiker Matthias Möhring-Hesse von der Universität Tübingen.
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Woche der sozialen Gerechtigkeit

Der Diözesanrat unterstützt die  Woche der sozialen Gerechtigkeit, in der Kirchengemeinden, Verbände und kirchliche Einrichtungen ihre Aktivitäten für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft präsentieren.


Diözesanausschuss

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