Positionen


Als Katholikenrat gibt der Diözesanrat im Namen der knapp 1,9 Millionen Katholiken und Katholikinnen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart öffentliche Erklärungen zu gesellschaftspolitischen und kirchlichen Themen ab.

 

  • Gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und Spaltung 05/2017
  • Diakonat für Frauen öffnen 05/2017
  • Gegen eine Eskalation von Gewalt 11/2015
  • In Würde sterben 06/2015
  • EU-Freihandelsabkommen TTIP, TESA, CETA 03/2015
  • Kirchengemeinderats- und Pastoralratswahl 03/2015
  • Europawahl 05/2014
  • Alleinerziehende 03/2014
  • Rüstungsexport 03/2012
  • Zustimmung zur ZdK-Erklärung zum Miteinander
    von Frauen und Männern in der Kirche 11/2011
  • Aktuelle Krise der Kirche 06/2010
  • Sexueller Missbrauch 03/2010
  • Situation der Irakflüchtlinge 07/2008
  • Qualität, Werte und Gerechtigkeit in der Kinderbetreuung 11/2007
  • Ladenöffnungsöffnungszeiten 11/2007
  • Kirchliche Kinderbetreuung 05/2007
  • Positionspapier "Familien stärken" 11/2005
  • Schulentwicklung 03/2005
  • Gentechnik 03/2004

Empfehlungen an den Bischof innerhalb des Dialogprozesses finden Sie beim Thema Dialogprozess.


Gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und Spaltung

Katholiken setzen sich ein für Demokratie und Freiheit. In ihren Gemeinden, Verbänden und Einrichtungen sollen sie entschieden Widerstand leisten "gegen alle Versuche, nationalistisches Gedankengut in unserem Land wieder salonfähig zu machen." Hetze und Hass dürfen keinen Raum finden in Kirche und Gesellschaft.
Volltext: Erklärung "Gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und Spaltung"


Diakonat für Frauen öffnen

Der Diözesanrat appelliert an die Deutsche Bischofskonferenz, sich im Vatikan für die Öffnung der sakramentalen Diakonatsweihe für Frauen einzusetzen.
Volltext: Erklärung "Ortkirchen stärken - Diakonat für Frauen öffnen"


Gegen eine Eskalation der Gewalt

Der Diözesanrat verurteilt Terroranschläge und fordert eine ehrliche Ursachenforschung hinsichtlich der aktuellen Situation von Gewalt und daraus resultierender Fluchtbewegungen.
Volltext: Erklärung "Gegen eine Eskalation von Gewalt"


Sterben in Würde

Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart fordert eine umfassende Verbesserung und strukturelle Absicherung der palliativen Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen. Er spricht sich außerdem für die Strafbarkeit organisierter Beihilfe zum Suizid aus. Die Ärzte sollen weiterhin auf Beihilfe zum Suizid verzichten, fordert die Katholikenvertretung und begründet:"Für uns Christen ist das Leben von Anfang bis Ende unverfügbar."
Volltext: Erklärung "In Würde sterben"


EU-Freihandelsabkommen TTIP, TESA, CETA

„Der Diözesanrat verfolgt aufmerksam, aber auch mit Skepsis und Sorge die derzeitigen Verhandlungen zu verschiedenen Freihandelsabkommen in der Europäischen Union, insbesondere TTIP, CETA und TISA", erklärt die württembergische Katholikenvertretung. Der schutz der Verbraucher und der Schöpfung stehe über den Interessen von Unternehmen.
Volltext: Erklärung "Faire Handelsverträge statt unfaire Freihandelsabkommen"


Kirchengemeinderats- und Pastoralratswahl 2015

"Unsere Kirche braucht für ihre Gremien kluge, weitblickende, teamfähige, gläubige und Gott suchende Katholiken und Katholikinnen, die bereit sind, das kirchliche Leben vor Ort als Ganzes in den Blick zu nehmen, zu koordinieren und zu lenken", meint der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart und unterstützt deshalb die Kirchengemeinderats- und Pastoralratswahlen nach Kräften.
Aufruf zur Wahl 03/2015 • Aufruf zur Kandidatur 01/2015


Europawahl 2014

„Die Europäische Union ist – mit allen Mängeln – das Beste, was den Ländern in Europa passieren konnte“, sind die Diözesanräte Freiburg und Rottenburg-Stuttgart überzeugt. Weil die Rolle des Europäischen Parlaments immer stärker wird, wird auch das Wahlverhalten der Wähler und Wählerinnen immer wichtiger.
Volltext: Aufruf zur Europawahl 2014


Alleinerziehende

„Alle Alleinerziehenden - in Baden-Württemberg immerhin 20 % der Familien - verdienen Aufmerksamkeit, Achtung und Respekt. Und sie brauchen unsere Unterstützung.“
Volltext: Erklärung "Alleinerziehende und ihre Kinder verdienen mehr!" 


Rüstungsexport

„Der Diözesanrat sieht in der Lieferung von Waffen und Rüstungsmaterialien in politische Spannungsgebiete und an Regime, die Menschenrechte grob verletzen und gewaltsam gegen Oppositionsbewegungen im eigenen Land vorgehen, eine Störung des friedlichen Zusammenlebens der Völker und damit einen Verstoß gegen die im Grundgesetz verankerte Friedenspflicht ...“
Volltext: Erklärung "Aufstehen für das Leben - Einspruch für die Opfer des Waffenhandels"


Zustimmung zur ZdK-Erklärung zum Miteinander von Frauen und Männern in der Kirche

Der Diözesanrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, in seiner Funktion als Katholikenrat, begrüßt und unterstützt die Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken „Für ein partnerschaftliches Zusammenwirken von Frauen und Männern in der Kirche" vom 18. November 2011.
(Bad Waldsee / Kloster Reute, 26. November 2011)


Aktuelle Krise der Kirche

"Diese Krise ist offenkundig geworden im Zusammenhang mit der Aufdeckung von Missbrauchsfällen. Entwickelt hat sie sich jedoch über längere Zeit."
Volltext: Erklärung "Unsere Kirche in der Krise - wir sind herausgefordert"


Sexueller Missbrauch

"Wir sehen das Leid der Opfer ... Wir sehen die Schuld der Täter und das Versagen der Mitwisser ... Wir sehen die Verantwortung der katholischen Kirche und der Gesellschaft."
Volltext: Erklärung des Diözesanrats Rottenburg-Stuttgart zu den neu bekannt gewordenen Fällen sexuellen Missbrauchs


Situation der Irakflüchtlinge

"Die Situation der Flüchtlinge, die aus dem Irak in die Nachbarstaaten geflüchtet sind, ist besorgniserregend und verlangt eine rasche politische Entscheidung der europäischen Staaten und direkt auch von Deutschland. ... Das formell für eine Kontingentlösung notwendige Einvernehmen zwischen Bund und Ländern sollte jetzt zügig hergestellt werden. Als Aufnahmekriterien sollten die Kriteriologie des UNHCR (most vulnerable persons) gelten, ergänzt um familiäre Kriterien. ... Der Diözesanrat ... versteht die Mithilfe von Katholiken und katholischen Organisationen als einen ergänzenden, qualitativen Beitrag zu den staatlichen Pflichtaufgaben. Schwerpunkte der ergänzenden Hilfen können sein: Mithilfe bei Auswahl und Begleitung nach Aufnahme durch Seelsorge, Caritas und Kirchengemeinden, sowie Unterstützung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, bei der Frage der Anschlussfähigkeit von Qualifikationen und der Integration ins Schul- und Bildungssystem.
Volltext: Resolution des Diözesanrats der Diözese Rottenburg-Stuttgart zur Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Irak


Qualität, Werte und Gerechtigkeit in der Kinderbetreuung

"Wir setzen uns dafür ein, dass in der öffentlichen Diskussion die Interessen der Kinder und ihrer Eltern konsequent in den Mittelpunkt gestellt werden. ... Die Fragen von Quantität und Qualität sind in der Debatte um die außerfamiliäre Kindererziehung und -betreuung noch nicht ausgewogen. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart verpflichtet sich mit dem neuen Rottenburger Kindergartenplan zu einem einheitlichen und verbindlichen Qualitätsstandard sowie zur Weiterentwicklung ihres katholischen und diakonisch-caritativen Profils.
Volltext: Erklärung "Im Mittelpunkt das Kind – entschieden für Qualität, Werteprofil und Chancengerechtigkeit!"


Ladenöffnungszeiten

Ladenöffnung rund um die Uhr verstärkt den Trend hin auf eine vollständig durchökonomisierte Gesellschaft. Auch Einkaufszeiten sind „Taktgeber“ des gesellschaftlichen Lebens. ... Wer heute freiwillig nachts und am Sonntag einkaufen geht, wird morgen unfreiwillig nachts und am Sonntag arbeiten müssen. ... Der ökonomische Nutzen der 24-Stunden-Öffnung im Verkauf ist zu bezweifeln.
Volltext: Diözesanrat lehnt 24-Stunden-Ladenöffnung ab


Kirchliche Kinderbetreuung

"Eine familienfreundliche Gesellschaft, Wirtschaft und Politik orientiert sich zuerst an den Belangen der Familien und nicht daran, Familien gesellschafts- und wirtschaftskonform zu machen."
Volltext: Erklärung "Familien brauchen mehr gute Kinderbetreuungsplätze – und vieles darüber hinaus! Für eine umfassende Politik zum Wohl der Familien und der Kinder"


Positionspapier "Familien stärken"

"Stärkung der Familien beginnt mit deren bewusster Wahrnehmung. Es bedarf einer Sichtweise, die die Familie nicht zuerst als Adressat und Konsument sozialer Leistungen und Angebote des Staates und der Kirche in Blick nimmt, sondern als das, was sie primär ist: Urzelle menschlicher Entwicklung und gesellschaftlichen Lebens, Grundlage von Freiheit, Sicherheit und Solidarität, Lernort des Glaubens, zentrale Trägerin des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens."
Volltext: Positionspapier "Familien stärken"


Schulentwicklung

"... ruft der Diözesanrat die Kirchengemeinden dazu auf, vor Ort gemeinsame Initiativen von Schule und Gemeinde anzuregen und zu fördern. Gleichzeitig fordert der Diözesanrat, dass die veränderte Schule ihren Schülerinnen und Schülern genügend Freiräume lässt, sich auch außerhalb von Schule zu engagieren ... Der Religionsunterricht ist nach wie vor ein zentraler Ort der religiösen Bildung von Kindern und Jugendlichen."
Volltext: Erklärung „Schulentwicklung als Chance und Auftrag"


Gentechnik

"Der Diözesanrat begrüßt die Absicht des Gesetzgebers, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen neu zu regeln. Er sieht in der Schöpfungsgerechtigkeit einen wesentlichen Maßstab für die Bewertung: Wir dürfen eine Technologie nur dann nutzen, wenn sie nicht mit unzumutbaren Belastungen nachfolgender Generationen verbunden ist."
Volltext: Erklärung "Diözesanrat gegen Gentechnik in Lebensmitteln"