Haushaltssitzung

Erwartungen übertroffen


In öffentlicher Sitzung hat der Diözesanrat die Jahresrechnung 2015 mit einem Plus von 45,2 Millionen Euro fest gestellt. Für das Jahr 2017 erwartet die Diözese Rottenburg-Stuttgart Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 520,5 Millionen Euro. Für 2018 plant sie mit 529,9 Millionen Euro.



Einstimmig verabschiedeten die 100 ehrenamtlichen Diözesanratsmitglieder gemeinsam mit Bischof Gebhard Fürst und Generalvikar Clemens Stroppel die Diözesanhaushalte für die Jahre 2017 und 2018.

Im vergangenen Jahr fielen die Kirchensteuereinnahmen der Diözese Rottenburg-Stuttgart um fast 14 Prozent höher aus als erwartet. 529,5 Millionen Euro standen der Diözese mit ihren gut 1000 Kirchengemeinden zur Verfügung. 2016 rechnet die Diözese mit einem Plus von rund 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Finanzausschuss und Bischöfliches Ordinariat gehen für die kommenden Jahre von einem moderateren Wachstum aus. Für 2017 und 2018 planen sie mit einem Kirchensteuerzuwachs von je 1,5 Prozent.

Das Rechnungsjahr 2015 hat der Diözesanhaushalt bei einem Gesamtvolumen von 415 Millionen Euro, davon 250 Millionen Euro Kirchensteuer, mit einem Überschuss von 45 Millionen Euro abgeschlossen. Dies resultiert nach Aussage des Haushaltsreferenten, Finanzdirektor Dietmar Krauß, aus den unerwartet hohen Kirchensteuereinnahmen. Hier schlage auch zu Buche, dass die Diözese Rottenburg-Stuttgart bei der Kirchensteuerbereinigung zwischen den Diözesen, dem sogenannten Clearing, weniger Kirchensteuern abführen musste als erwartet. Diese Bereinigung erfolgt, weil die Kirchensteuer über den Arbeitgeber erhoben wird, aber der Diözese zusteht, in der der Arbeitnehmer seinen Wohnsitz hat. Außerdem habe das Bischöfliche Ordinariat sparsam gewirtschaftet und 11,9 Millionen Euro eingespart.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart nimmt der Diözesanrat die Kirchensteuervertretung wahr. Rund 100 ehrenamtliche Delegierte aus der ganzen Diözese haben gemeinsam mit dem Bischof und dem Generalvikar die Haushaltshoheit. Die Ergebnisse der öffentlichen Beratungen erläutern Diözesanratssprecher Johannes Warmbrunn, Generalvikar Dr. Stroppel, der stellvertretende Vorsitzende des Finanzausschusses Willy Braun und Finanzdirektor Dietmar Krauß am Montag in einer Pressekonferenz.