Schüler treffen Erzberger

„Es geht um Weltbürgertum“, so das kurze Fazit einer Schülerin beim Erzbergertag in Biberach.

300 Oberstufenschülerinnen und -schüler der Matthias-Erzberger-Schule und des Wieland-Gymnasiums Biberach haben sich mit Matthias Erzberger auseinandergesetzt. Anlass war eine Initiative des Diözesanrats Rottenburg-Stuttgart, der Impulse in Text und Bild beisteuerte. Der Kirchenhistoriker Rainer Bendel aus Tübingen führte ins Thema ein, Lehrkräfte vom Wieland-Gymnasium und der Matthias-Erzberger-Schule erstellten die Materialien für die Workshops. Am Schluss der Veranstaltung formulierten die Schülerinnen und Schüler Erzberger-Botschaften für die Gegenwart, die auf Plakatflächen festgehalten und zum Teil per Video aufgezeichnet wurden. 

Bischof Gebhard Fürst betonte in einer Grußbotschaft an die Schülerinnen und Schüler: "Heute können wir uns kaum vorstellen, welche seelische Stärke und welchen moralischen Mut Matthias Erzberger sein Handeln abverlangte." Umso wichtiger sei es, sich mit diesem auf der Schwäbischen Alb geborenen, katholischen Politiker auseinanderzusetzen: "Was können wir heute von Matthias Erzberger lernen? Mut, Menschen immer und immer wieder zur Gerechtigkeit herauszufordern, entschiedenes Handeln und das Hören auf die Botschaft Jesu sind wichtige Grundlagen, um Frieden zu stiften und zu erhalten. Als Christen können wir Zeugnis geben von der Friedensbotschaft Jesu. Das gilt im Kleinen - zwischen zwei Menschen ebenso - wie im Großen zwischen Völkern und Nationen."